Screenshot des ERP-Systems (© PSIpenta)

Permanente Verfügbarkeit an Informationen ist heutzutage eine unabdingbare Voraussetzung für die Arbeitsfähigkeit eines modernen Produktionsunternehmens. Aktueller Lagerbestand an Roh- und Fertigwaren, mögliche Lieferzeitpunkte von angefragten Produkten und viele weitere Fragestellungen müssen in Sekundenschnelle beantwortet sein. Eine Aufgabe, die heutzutage die Planungssysteme übernehmen.

Problemstellung

Viele, vorwiegend kleinere Unternehmen der Region verzichten weiterhin auf den Einsatz von Planungssysteme. Sie scheuen die erforderlichen Investitionen und den Pflegeaufwand und nehmen die resultierenden Risiken in Kauf. Die Unternehmen setzen immer noch auf das „Bauchgefühl“ von erfahrenen Mitarbeitern, ihre Fähigkeit, das Produktionsgeschehen überblicken zu können, sowie auf die Nutzung von Softwarelösungen zu Tabellenkalkulationen.

Die Vorgänge in solchen Unternehmen sind in den Köpfen der Mitarbeiter statt in einer Softwarelösung abgebildet. Fällt der Mitarbeiter krankheitsbedingt aus, so steht z.B. das Wissen über zu priorisierende Aufträge oder Arbeitsvorgänge oder über als zu spät gemeldete Materiallieferungen inkl. der erforderlichen Verschiebung von Arbeitsgängen nicht bedarfsgerecht zur Verfügung. Auch die Komplexität und die Divergenz der Herstellungsprozesse bei einer steigenden Produkt- und Dienstleistungsvielfalt führt zu einer fehlenden Datenkonsistenz und zu Entscheidungsfehlern, insbesondere in kritischen Stresssituationen.

Verspätete Lieferungen sowie Leerzeiten an den Maschinen sind häufig das  Resultat, welches jedoch durch den Einsatz von ERP-Systemen vermieden werden kann.

Projektbeschreibung

Im Rahmen des Demonstrationsprojektes wurde ein modernes ERP-System PSIpenta V9 in der an der TU Ilmenau ansässigen Modellfabrik Vernetzung eingeführt. Dabei wurde vorwiegend das Ziel verfolgt, den Funktionsumfang von aktuellen Planungssystemen und den damit verbundenen Umfang der erforderlichen Datenpflege zu demonstrieren. Hierfür wurden im System zahlreiche Beispielinformationen von mehreren Werken angelegt und die Auftragsabwicklungsprozesse abgebildet.

Ergänzend dazu wurden im System Beispielstrukturen erzeugt, welche eine Abwicklung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten demonstriert. Nicht selten kommt es vor, dass regionale KMU an Forschungs- und Entwicklungsprojekten mit anderen Unternehmen bzw. auch Hochschulen beteiligt sind. Das Demonstrationsprojekt zeigt, wie die Unternehmen parallel zu ihrem normalen Tagesgeschäft ebenfalls Forschungsprojekte in derartigen Systemen abbilden und den terminlichen sowie den kostenmäßigen Fortschritt überwachen können.

Mehrwert für KMU

Die Interessenten können auf Basis eines Pools an Beispieldaten die heutzutage wichtigen Funktionalitäten eines ERP-Systems testen. U. a. stehen die nachfolgenden Dienste zur Verfügung:

  • Lieferterminermittlung gegen begrenzte und unbegrenzte Kapazität, Mittelpunktterminierung
  • Auflösung von Fertigungsauftragsstrukturen inkl. Darstellung der Verursacher für z.B. Terminverletzung mit direkter und indirekter Zuordnung
  • Prognosemodelle für Primär- und Sekundärbedarfe
  • Mehrwerksimulation

Industrie 4.0

  • ERP-System
  • Prognosemodelle
  • Termininierung

Beteiligte

Kontakt

Maximilian Rohe
Telefon: 03677/69-3856
E-Mail: rohe@kompetenzzentrum-ilmenau.de