Transparenz in der additiven Werkstattfertigung

Kleinserien aus Kunststoff web

Die Modellfabriken 3D-Druck, Prozessdaten und Migration unterstützen die Portec GmbH bei der Suche nach einer Lösung zur Optimierung der Auftragsplanung.

Problemstellung

Die PORTEC GmbH aus Zella-Mehlis ist spezialisiert auf die Herstellung von Prototypen und Kleinserien aus Metall und Kunststoff. Dabei werden insbesondere für die Fertigung von Modellen verschiedene 3D-Druck-Verfahren genutzt.

Die Produktion ist in Form einer Werkstattfertigung organisiert, wie sie für die Herstellung von Einzelteilen und Kleinserien typisch ist. Ein Auftrag durchläuft mehrere Stationen, wobei die Mitarbeiter selbst entscheiden, in welcher Reihenfolge sie die anstehenden Aufträge an ihrer Station abarbeiten. Erfahrungswerte spielen dabei insbesondere im Bereich des Formenbaus eine große Rolle.

Für den Ein- und Verkauf, die Buchhaltung und das Personalwesen setzt das Unternehmen eine zertifizierte Warenwirtschaft ein. Zeiten, Kapazitäten und Maschinenbelegung hingegen werden zentral mit Hilfe von Excel geplant. Die Fortschrittskontrolle erfolgt gegenwärtig nur teilautomatisiert: Rückmeldungen werden erst nach Abschluss eines Auftrages an einer Station händisch von den Mitarbeitern über einen Leitstand gemeldet.

Zielsetzung

Ziel des Projektes ist es, die PORTEC bei der Einführung einer einfach zu handhabenden und erweiterbaren Lösung zur Verbesserung der Auftragsplanung zu unterstützen. Neue Aufträge sollen künftig besser unter Berücksichtigung der aktuellen Belegung der Kapazitäten geplant werden können. Außerdem soll die Erhöhung der Transparenz in der Werkstattfertigung dazu beitragen, dass Kunden schneller über den Status ihres Auftrages informiert werden können.

Projektbeschreibung

Im ersten Schritt wurde eine umfassende Anforderungsanalyse erstellt, die alle technischen, räumlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen einbezieht. Dabei zeigte sich, dass es neben der Lösung des Planungsproblems ebenso wichtig ist, die Interessen der Mitarbeiter hinsichtlich einer eigenverantwortlichen Arbeitsgestaltung angemessen zu berücksichtigen. Außerdem ist es dem Unternehmen wichtig, dass die vorhandene Infrastruktur weiter genutzt werden kann. Anschließend wurde eine Marktrecherche nach kommerziellen Applikationen durchgeführt, die die erfassten Anforderungen erfüllen können. Auf Basis dieser Ergebnisse sind unterschiedliche Lösungsansätze diskutiert und gegenübergestellt worden.

Gegenwärtig ist die Live-Präsentation mehrerer Software-Anbieter in Vorbereitung und es werden Möglichkeiten der Erweiterung von im Unternehmen bereits vorhandenen Systeme analysiert.

Nach Abschluss dieser Arbeiten erfolgt die finale Auswahl einer geeigneten Lösung und schließlich deren Umsetzung.

Mehrwert für KMU

  • Optimierung der Kapazitätsauslastung durch verbesserte Auftragsplanung
  • Nutzung vorhandener Infrastruktur
  • Keine Beeinträchtigung der eigenverantwortlichen Arbeitsgestaltung der Mitarbeiter

Besprechung Web

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